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Ratgeber · Barrierefreies Wohnen

Aufzüge für altersgerechtes Wohnen: So bleiben alle Etagen erreichbar

Treppen werden im Alter zum Hindernis — und oft zum Grund, das eigene Zuhause aufzugeben. Das muss nicht sein: Mit dem richtigen Aufzugssystem bleiben alle Etagen sicher erreichbar. Wir zeigen Ihnen, welche Lösungen es gibt, was sie kosten und wie die Pflegekasse bis zu 4.180 € pro Maßnahme zuschießt.

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Aufzüge im Alter — auf einen Blick

4.180 €

Zuschuss der Pflegekasse pro wohn­umfeld­verbessernder Maßnahme (§ 40 SGB XI) — bereits ab Pflegegrad 1.

Ab ca. 3.500 €

Einstiegs­kosten für einen Treppenlift an einer geraden Treppe — die günstigste Aufzugs­lösung für Privathaushalte.

131 €/Monat

Entlastungs­betrag ab Pflegegrad 1 (§ 45b SGB XI) — einsetzbar für anerkannte Unterstützungs­angebote im Alltag.

Warum ein Aufzug im Alter den Unterschied macht

Die meisten Menschen über 65 wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Doch Treppen werden mit den Jahren zur echten Barriere — und zählen zu den häufigsten Unfall­quellen im Haushalt. Ein einziger Sturz auf der Treppe kann monatelange Rehabilitation nach sich ziehen oder sogar den Umzug ins Pflegeheim erzwingen.

Ein Aufzugssystem baut genau diese Hürde ab und ist ein zentraler Baustein beim barrierefreien Wohnen. Egal ob Treppenlift, Plattformlift oder vollwertiger Homelift: Die richtige Lösung ermöglicht es, alle Etagen sicher und selbstständig zu erreichen — ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Das stärkt nicht nur die körperliche Mobilität, sondern auch das psychische Wohlbefinden: Wer sich frei im eigenen Zuhause bewegen kann, bleibt aktiver und selbst­bestimmter.

Hinzu kommt: Auch pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte profitieren enorm. Das Tragen von Personen oder schweren Gegenständen über Treppen entfällt — eine spürbare Entlastung im Pflege­alltag.


Welche Aufzugsarten eignen sich für Ihr Zuhause?

Nicht jede Lösung passt zu jedem Haus. Die Entscheidung hängt von den baulichen Gegebenheiten, der Anzahl der zu überwindenden Etagen und dem verfügbaren Budget ab. Hier die drei wichtigsten Systeme im Überblick:

Treppenlift

Fährt auf einer Schiene entlang der Treppe — platzsparend und vergleichsweise günstig. Sowohl für gerade als auch für kurvige Treppen­verläufe geeignet. Die beliebteste Lösung in Ein- und Zweifamilien­häusern.

Richtwert: 3.500 – 15.000 € je nach Treppenverlauf

Plattformlift

Befördert Personen auf einer ebenen Plattform — ideal für Rollstuhlfahrer. Überwindet Höhen­unterschiede vertikal oder entlang einer Treppe. Eignet sich besonders für den Eingangs­bereich oder wenige Stufen.

Richtwert: 8.000 – 15.000 €

Homelift / Senkrechtaufzug

Ein kompakter Personen­aufzug für den Privatbereich. Verbindet mehrere Etagen vertikal und benötigt keinen tiefen Schacht. Kann innen oder außen installiert werden — die komfortabelste, aber auch teuerste Option.

Richtwert: 15.000 – 40.000 €

5 Vorteile eines altersgerechten Aufzugs

  • Sturzrisiko senken. Treppen sind Unfallquelle Nr. 1 bei Senioren — ein Aufzug eliminiert diese Gefahr fast vollständig.
  • Selbstständigkeit bewahren. Alle Räume bleiben erreichbar, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein.
  • Pflegeheim vermeiden. Wer barrierefrei wohnt, kann oft Jahre länger zu Hause leben.
  • Angehörige entlasten. Kein Tragen über Treppen, weniger körperliche Belastung für die Pflegeperson.
  • Immobilie aufwerten. Barrierefreie Häuser sind zukunfts­sicher und erzielen höhere Verkaufspreise.

Was kostet ein altersgerechter Aufzug?

Die Kosten variieren stark — abhängig von Aufzugstyp, Anzahl der Etagen, baulichen Voraus­setzungen und Ausstattungs­wünschen. Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine erste Orientierung:

AufzugstypKostenrahmen (Richtwert)Geeignet für
Treppenlift (gerade Treppe)3.500 – 8.000 €Gerade Treppen, eine Etage
Treppenlift (kurvige Treppe)8.000 – 15.000 €Kurven, Podeste, mehrere Etagen
Plattformlift8.000 – 15.000 €Rollstuhl­fahrer, wenige Stufen
Homelift / Senkrechtaufzug15.000 – 40.000 €Mehrere Etagen, maximaler Komfort
Außenaufzug (nachträglich)20.000 – 50.000 €Kein Platz im Gebäude, Anbau

Spar-Tipp: Gebrauchte oder werkseitig aufbereitete Treppenlifte kosten oft nur die Hälfte. Achten Sie darauf, dass Garantie und Wartung inklusive sind — und lassen Sie die Anlage immer von einem zertifizierten Fachbetrieb montieren.

So finanzieren Sie den Aufzug — Zuschüsse und Förderungen

Sie müssen die Kosten nicht allein tragen. Mehrere Fördertöpfe lassen sich oft kombinieren — und senken den Eigenanteil deutlich. Die wichtigste Anlaufstelle: Ihre Pflegekasse.

Pflegekasse: bis zu 4.180 €

Der wichtigste Zuschuss: Wer einen anerkannten Pflegegrad hat (1–5), kann bei der Pflegekasse wohn­umfeld­verbessernde Maßnahmen beantragen. Pro Maßnahme gibt es bis zu 4.180 € (§ 40 Abs. 4 SGB XI).

Leben mehrere Pflege­bedürftige in einem Haushalt, kann der Zuschuss auf bis zu 4 × 4.180 € = 16.720 € steigen.

KfW-Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet Förderprogramme für den altersgerechten Umbau. Informieren Sie sich auf kfw.de über aktuelle Konditionen — Verfügbarkeit und Bedingungen ändern sich regelmäßig.

Wichtig: Den KfW-Antrag immer vor der Auftrags­vergabe stellen — nachträgliche Förderung ist ausgeschlossen.

Landes- und Kommunal­förderung

Viele Bundesländer und Kommunen bieten eigene Zuschuss­programme für barrierefreies Wohnen. Die Voraussetzungen variieren — erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder einem Wohn­beratungs­dienst.

Eine kostenlose Wohnberatung finden Sie über die Pflege­stützpunkte in Ihrem Landkreis.

Gut zu wissen: Pflegekassen-Zuschuss und KfW-Förderung lassen sich in der Regel kombinieren. Holen Sie mehrere Angebote ein und lassen Sie sich die Förder­fähigkeit vom Anbieter bestätigen — so minimieren Sie Ihren Eigenanteil.

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Vom Plan zum fertigen Aufzug — in 4 Schritten

Der Einbau eines Aufzugs ist einfacher als viele denken, wenn Sie strukturiert vorgehen. Die wichtigste Regel: Erst beraten lassen, dann bestellen — und die Förderung immer vor Auftrags­vergabe beantragen.

01

Bedarf klären

Welche Etagen sollen verbunden werden? Wird ein Rollstuhl transportiert? Innen- oder Außen­montage? Klären Sie Ihre Anforderungen, bevor Sie Angebote einholen.

02

Fachberatung einholen

Mindestens drei Fachfirmen vor Ort besichtigen lassen. Die Berater prüfen Statik, Platz­verhältnisse und Strom­anschlüsse — und erstellen individuelle Angebote.

03

Förderung beantragen

Zuschuss bei der Pflegekasse und ggf. KfW-Förderung beantragen — beides vor der Auftrags­vergabe. Bei größeren Umbauten: Bauamt kontaktieren und klären, ob eine Genehmigung nötig ist.

04

Einbau und Abnahme

Die Installation dauert je nach System wenige Tage bis zwei Wochen. Nach der Montage: Einweisung für alle Nutzer, Wartungs­vertrag abschließen und regelmäßige TÜV-Prüfungen einplanen.

Achtung: Beauftragen Sie niemals eine Firma, bevor die Förder­zusage vorliegt. Sowohl die Pflegekasse als auch die KfW setzen voraus, dass der Antrag vor Baubeginn gestellt wird. Nachträgliche Anträge werden in der Regel abgelehnt.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Neben dem Preis entscheiden weitere Faktoren darüber, ob der Aufzug langfristig zufriedenstellt:

  • Bedienbarkeit: Große, gut lesbare Tasten und eine intuitive Steuerung sind Pflicht. Testen Sie die Bedienung vor dem Kauf.
  • Sicherheit: Notruf­funktion, rutschfester Boden, automatische Stopp­funktion bei Hindernissen und Notabsenkung bei Strom­ausfall gehören zur Standard­ausstattung.
  • Wartung: Schließen Sie einen Wartungs­vertrag mit dem Hersteller ab. Regelmäßige Inspektionen (mindestens jährlich) sichern die Funktions­fähigkeit und den Versicherungs­schutz.
  • Tragfähigkeit: Klären Sie vorab, ob der Aufzug auch für einen Rollstuhl oder eine Begleit­person ausgelegt sein muss.
  • Zukunfts­sicherheit: Denken Sie an morgen. Ein Aufzug, der heute noch „nice to have“ ist, kann in wenigen Jahren unverzichtbar werden.

Häufige Fragen zu Aufzügen für altersgerechtes Wohnen

Fazit: Eine Investition in Freiheit und Sicherheit

Der Einbau eines Aufzugs ist weit mehr als eine bauliche Veränderung — es ist eine Investition in Lebens­qualität, Sicherheit und Unabhängigkeit im Rahmen des Wohnens im Alter. Ob Treppenlift für 3.500 € oder Homelift für 30.000 €: Die richtige Lösung kann dafür sorgen, dass ein Umzug ins Pflegeheim um Jahre hinaus­gezögert oder ganz vermieden wird.

Nutzen Sie die verfügbaren Förderungen — allein der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 € deckt bei einem Treppenlift oft einen erheblichen Teil der Kosten. Lassen Sie sich von Fachfirmen beraten, vergleichen Sie mindestens drei Angebote und beantragen Sie die Förderung rechtzeitig. So machen Sie Ihr Zuhause zukunftssicher — für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

Kostenlose Pflegehilfs­mittel direkt nach Hause

Neben baulichen Anpassungen wie Aufzügen oder einem Duschhocker erleichtern auch Pflegehilfs­mittel den Alltag. Mit der Pflegebox nutzen Sie Ihren monatlichen Anspruch von 42 € — ohne Vorkasse und ohne Papierkram. Wir stellen die Box individuell zusammen und rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

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