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Ratgeber · Barrierefreies Wohnen

Badezimmer umbauen: Pflegegerecht, sicher und mit Förderung

Das Badezimmer ist einer der unfallträchtigsten Räume im Haus — nasse Fliesen, hohe Badewannenränder und enge Bewegungsflächen. Ein pflegegerechter Badumbau macht den Alltag sicherer und wird von der Pflegekasse mit bis zu 4.180 € bezuschusst.

Badezimmer barrierefrei umbauen
  • kostenlose Pflegebox mit Pflegegrad 1-5
  • monatlich frei Haus geliefert

Die wichtigsten Umbaumaßnahmen

Vom schnellen Nachrüsten bis zum Komplettumbau — diese Maßnahmen machen Ihr Bad sicherer:

Bodengleiche Dusche

Die Badewanne durch eine ebenerdige Dusche ersetzen. Kein Stolperrand, leichter Zugang auch mit Rollator oder Rollstuhl, einfacher zu reinigen.

Haltegriffe & Stützklappgriffe

An Dusche, Badewanne, Toilette und Waschbecken. Geben Halt beim Aufstehen und Hinsetzen — oft die einfachste und wirksamste Sofortmaßnahme.

Rutschfester Boden

Anti-Rutsch-Fliesen oder spezielle Beschichtungen reduzieren das Sturzrisiko auf nassem Boden erheblich. Auch Antirutschmatten in der Dusche helfen.

Duschsitz / Duschhocker

Klappbar an der Wand oder als freistehender Hocker. Ermöglicht sicheres Duschen im Sitzen — unverzichtbar bei Gleichgewichtsproblemen oder eingeschränkter Standfähigkeit.

Höhenverstellbare Toilette

Erhöhte WC-Sitze oder wandhängende Toiletten auf angepasster Höhe. Erleichtert das Aufstehen und Hinsetzen, besonders bei Knie- oder Hüftproblemen.

Unterfahrbares Waschbecken

Ermöglicht die Nutzung im Sitzen, z. B. mit Rollstuhl. Höhenverstellbare Modelle passen sich verschiedenen Nutzern an.

Ihre persönliche Pflegebox – monatlich und bequem nach Hause geliefert.

  • Kostenlos: Ab Pflegegrad 1 und häuslicher Pflege
  • Flexibel: Passen Sie Ihre Box jederzeit an Ihre Bedürfnisse an.
  • Einfach: Bestellen Sie bequem online und verwalten Sie Ihre Lieferungen im Kundenportal.
  • Sorglos: Alles, was Sie für Ihre Pflege benötigen, in einer Box.
  • Zuverlässig: Monatliche Lieferung direkt zu Ihnen nach Hause.
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So planen Sie Ihren Badumbau

  1. Bedarf analysieren: Welche Einschränkungen bestehen aktuell? Welche könnten in Zukunft dazukommen?
  2. Beratung nutzen: Kostenlose Wohnraumberatung über Pflegekasse oder Pflegestützpunkt
  3. Budget planen: Zuschuss der Pflegekasse (bis 4.180 €) + ggf. KfW-Förderung + Eigenanteil
  4. Förderung beantragen: Wohnumfeldverbesserung bei der Pflegekasse — immer vor Baubeginn!
  5. Fachbetrieb beauftragen: Auf Erfahrung mit barrierefreien Bädern achten, Referenzen einholen
  6. Stauraum planen: Schränke und Ablagen in bequemer Höhe, leicht erreichbar vom Waschbecken und der Dusche aus

Badewanne behalten? Alternativen zum Komplettumbau

Nicht immer muss die Badewanne raus. Es gibt praktische Zwischenlösungen:

  • Badewanne mit Tür: Nachträglicher Einbau einer Einstiegstür in die bestehende Wanne — deutlich günstiger als ein Komplettumbau
  • Badewannenlift: Elektrischer oder hydraulischer Sitz, der in die Wanne abgesenkt wird
  • Badewannenbrett: Sitzbrett über der Wanne für die Körperpflege im Sitzen
  • Antirutschmatte: Sofort-Maßnahme für mehr Sicherheit in der bestehenden Wanne

Förderung auf einen Blick

4.180 €

Zuschuss pro Maßnahme von der Pflegekasse (§ 40 SGB XI). Ab Pflegegrad 1.

KfW 455-B

Investitionszuschuss „Altersgerecht Umbauen“ — auch ohne Pflegegrad beantragbar.

Steuerlich absetzbar

Umbaukosten als außergewöhnliche Belastungen oder haushaltsnahe Handwerkerleistungen absetzbar.

Pflegehilfsmittel fürs umgebaute Bad

Nach dem Umbau brauchen Sie regelmäßig Verbrauchsmaterialien: Einmalhandschuhe für die Körperpflege, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen. Ab Pflegegrad 1 erhalten Sie diese monatlich zuzahlungsfrei im Wert von bis zu 42 €.

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