Was ist Arthrose?
Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels. Der Knorpel — normalerweise eine glatte Schutzschicht zwischen den Knochen — wird dünner, rauer und kann im Endstadium komplett abgebaut sein. Die Folge: Knochen reibt auf Knochen, Entzündungen entstehen, Bewegung wird schmerzhaft und eingeschränkt. Arthrose entwickelt sich in der Regel langsam über Jahre.
Symptome erkennen
Anlaufschmerz
Typisch: Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind steif und schmerzhaft. Nach einigen Minuten Bewegung bessern sich die Beschwerden.
Belastungsschmerz
Schmerzen bei Bewegung — Treppensteigen, längeres Gehen, Heben. Im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe und nachts.
Weitere Zeichen
Gelenkschwellung, Knirschen/Knacken, eingeschränkte Beweglichkeit, Verformung des Gelenks. Morgensteifheit über 30 Minuten deutet auf Entzündung hin.
Ursachen und Risikofaktoren
- Alter: Der wichtigste Risikofaktor — mit den Jahren nimmt die Knorpelqualität natürlich ab
- Übergewicht: Jedes Kilo zu viel belastet vor allem Knie- und Hüftgelenke
- Fehlbelastung: Einseitige Belastung, Fehlstellungen (X-/O-Beine), schwere körperliche Arbeit
- Verletzungen: Frühere Gelenkbrüche, Kreuzbandrisse oder Meniskusschäden erhöhen das Risiko
- Genetik: Familiäre Veranlagung spielt eine Rolle
- Bewegungsmangel: Der Knorpel wird durch Bewegung ernährt — fehlt sie, verkümmert er
Behandlung: Was wirklich hilft
Konservativ
- Bewegung: Schwimmen, Radfahren, Yoga — gelenkschonend und knorpelernährend
- Physiotherapie: Gezielter Muskelaufbau stabilisiert das Gelenk
- Gewichtsreduktion: Schon 5 kg weniger entlasten die Gelenke spürbar
- Schmerztherapie: Entzündungshemmer (NSAR), Wärme-/Kältetherapie
- Hilfsmittel: Einlagen, Bandagen, Gehstock, angepasstes Schuhwerk
Operativ
- Gelenkspiegelung (Arthroskopie): Entfernung von abgeriebenem Knorpel und Entzündungsgewebe
- Umstellungsosteotomie: Korrektur von Fehlstellungen zur Entlastung
- Gelenkersatz: Künstliches Knie- oder Hüftgelenk — wenn konservative Methoden nicht mehr helfen
Ernährung
- Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl) wirken entzündungshemmend
- Wenig Zucker, rotes Fleisch und Alkohol
- Ausreichend Vitamin D und Kalzium