Ratgeber · Gesundheit im Alter

Arthrose: Ursachen, Symptome und Behandlung

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung weltweit — allein in Deutschland sind rund 5 Millionen Menschen betroffen. Das Gelenk verschleißt, Knorpel baut sich ab, Bewegung wird schmerzhaft. Doch mit dem richtigen Wissen lässt sich der Verlauf deutlich bremsen.

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Ratgeber

Orientierung für Pflegebedürftige und Angehörige

Diese Seite ordnet das Thema verständlich ein, nennt wichtige Warnzeichen und zeigt, welche nächsten Schritte im Alltag sinnvoll sein können.

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Was ist Arthrose?

Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels. Der Knorpel — normalerweise eine glatte Schutzschicht zwischen den Knochen — wird dünner, rauer und kann im Endstadium komplett abgebaut sein. Die Folge: Knochen reibt auf Knochen, Entzündungen entstehen, Bewegung wird schmerzhaft und eingeschränkt. Arthrose entwickelt sich in der Regel langsam über Jahre.

Symptome erkennen

Anlaufschmerz

Typisch: Die ersten Schritte nach dem Aufstehen sind steif und schmerzhaft. Nach einigen Minuten Bewegung bessern sich die Beschwerden.

Belastungsschmerz

Schmerzen bei Bewegung — Treppensteigen, längeres Gehen, Heben. Im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe und nachts.

Weitere Zeichen

Gelenkschwellung, Knirschen/Knacken, eingeschränkte Beweglichkeit, Verformung des Gelenks. Morgensteifheit über 30 Minuten deutet auf Entzündung hin.

Ursachen und Risikofaktoren

  • Alter: Der wichtigste Risikofaktor — mit den Jahren nimmt die Knorpelqualität natürlich ab
  • Übergewicht: Jedes Kilo zu viel belastet vor allem Knie- und Hüftgelenke
  • Fehlbelastung: Einseitige Belastung, Fehlstellungen (X-/O-Beine), schwere körperliche Arbeit
  • Verletzungen: Frühere Gelenkbrüche, Kreuzbandrisse oder Meniskusschäden erhöhen das Risiko
  • Genetik: Familiäre Veranlagung spielt eine Rolle
  • Bewegungsmangel: Der Knorpel wird durch Bewegung ernährt — fehlt sie, verkümmert er

Behandlung: Was wirklich hilft

Konservativ

  • Bewegung: Schwimmen, Radfahren, Yoga — gelenkschonend und knorpelernährend
  • Physiotherapie: Gezielter Muskelaufbau stabilisiert das Gelenk
  • Gewichtsreduktion: Schon 5 kg weniger entlasten die Gelenke spürbar
  • Schmerztherapie: Entzündungshemmer (NSAR), Wärme-/Kältetherapie
  • Hilfsmittel: Einlagen, Bandagen, Gehstock, angepasstes Schuhwerk

Operativ

  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie): Entfernung von abgeriebenem Knorpel und Entzündungsgewebe
  • Umstellungsosteotomie: Korrektur von Fehlstellungen zur Entlastung
  • Gelenkersatz: Künstliches Knie- oder Hüftgelenk — wenn konservative Methoden nicht mehr helfen

Ernährung

  • Omega-3-Fettsäuren (Fisch, Leinöl) wirken entzündungshemmend
  • Wenig Zucker, rotes Fleisch und Alkohol
  • Ausreichend Vitamin D und Kalzium
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