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Ratgeber · Gesundheit

Krebsvorsorge — Krebs vorbeugen & frühzeitig erkennen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Doch bis zu 40 % aller Fälle gelten als vermeidbar — durch einen gesunden Lebensstil und konsequente Früherkennungs­untersuchungen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr persönliches Risiko senken und welche Vorsorge-Termine wirklich zählen.

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Krebsvorsorge auf einen Blick

~500.000

Krebsneuerkrankungen pro Jahr in Deutschland — das mittlere Erkrankungs­alter liegt bei rund 70 Jahren.

Bis 40 %

aller Krebs­erkrankungen gelten laut WHO als vermeidbar — durch Lebensstil-Änderungen und Vorsorge.

Bis 90 %

Heilungsrate bei bestimmten Krebsarten, wenn sie im Frühstadium erkannt werden — Vorsorge rettet Leben.


Warum ist Krebsvorsorge so wichtig?

Krebs ist in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Das Tückische: Viele Krebsarten verursachen im Frühstadium keine oder nur unspezifische Symptome. Wenn Beschwerden auftreten, ist die Erkrankung oft bereits fortgeschritten — und die Heilungschancen sinken deutlich.

Genau hier setzt die Krebsvorsorge an. Sie verfolgt zwei Ziele: das persönliche Risiko durch einen gesunden Lebensstil zu senken (Primärprävention) und bestehende Veränderungen durch regelmäßige Früherkennungs­untersuchungen rechtzeitig zu entdecken (Sekundärprävention). Beides zusammen kann Leben retten.


Krebs vorbeugen: 7 Maßnahmen, die Ihr Risiko senken

Nicht jede Krebserkrankung lässt sich verhindern — genetische Veranlagung, Alter und Zufall spielen eine Rolle. Doch die Forschung zeigt klar: Durch bewusste Entscheidungen im Alltag können Sie Ihr Risiko deutlich senken. Hier sind die sieben wichtigsten Hebel.

1. Nicht rauchen

Tabakkonsum ist der größte vermeidbare Risikofaktor für Krebs. Rauchen verursacht nicht nur Lungenkrebs, sondern erhöht auch das Risiko für Blasen-, Bauchspeicheldrüsen-, Speiseröhren- und viele weitere Krebsarten. Auch Passivrauchen ist gefährlich. Wer aufhört, senkt sein Risiko — und zwar in jedem Alter.

2. Gesund ernähren

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten liefert Ballaststoffe und schützende Pflanzenstoffe. Rotes und verarbeitetes Fleisch (Wurst, Schinken) sollten Sie einschränken — die WHO stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein.

3. Regelmäßig bewegen

Körperliche Aktivität senkt das Risiko für Darm-, Brust- und Gebärmutter­krebs nachweislich. Die Empfehlung: mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche — Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen zählen bereits.

4 · Alkohol reduzieren

Schon geringe Mengen Alkohol erhöhen das Risiko für Leber-, Brust-, Darm- und Speiseröhrenkrebs. Je weniger, desto besser — am sichersten ist der Verzicht.

5 · Sonnenschutz beachten

UV-Strahlung ist der Hauptrisikofaktor für Hautkrebs. Sonnencreme (LSF 30+), schattige Plätze und schützende Kleidung — besonders in der Mittagszeit.

6 · Normalgewicht halten

Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für mindestens 13 Krebsarten, darunter Darm-, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

7. Impfungen nutzen

Bestimmte Viren können Krebs auslösen. Die HPV-Impfung schützt vor Gebärmutterhals-, Rachen- und Analkrebs — die STIKO empfiehlt sie für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren. Die Hepatitis-B-Impfung senkt das Risiko für Leberkrebs. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren Impfstatus.


Krebsfrüherkennung: Welche Vorsorge zahlt die Kasse?

In Deutschland haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf eine Reihe von kostenlosen Krebsvorsorge­untersuchungen. Welche Untersuchungen für Sie infrage kommen, hängt von Ihrem Alter und Geschlecht ab. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Programme.

UntersuchungWerAb welchem AlterWie oft
Hautkrebs-ScreeningAlleAb 35 JahrenAlle 2 Jahre
Mammographie-ScreeningFrauen50–75 JahreAlle 2 Jahre
Gebärmutterhals (Pap-Test)FrauenAb 20 JahrenJährlich (ab 35: alle 3 J. mit HPV-Test)
Darmkrebs (Stuhltest)AlleAb 50 JahrenJährlich (50–54), dann alle 2 Jahre
DarmspiegelungAlleMänner ab 50, Frauen ab 552× im Abstand von 10 Jahren
Prostata-VorsorgeMännerAb 45 JahrenJährlich

Gut zu wissen: Seit Juli 2024 wurde das Mammographie-Screening auf die Altersgruppe 50–75 erweitert (zuvor bis 69). Frauen in dieser Altersgruppe erhalten alle zwei Jahre eine Einladung zur Untersuchung.


Warnsignale ernst nehmen

Neben den regelmäßigen Vorsorge­terminen ist es wichtig, Veränderungen am eigenen Körper aufmerksam wahrzunehmen. Die folgenden Symptome können — müssen aber nicht — auf eine Krebserkrankung hindeuten. Lassen Sie sie im Zweifel ärztlich abklären.

Tastbare Veränderungen

  • Knoten oder Schwellungen an Brust, Hals, Achseln oder Leiste
  • Verhärtungen, die sich neu anfühlen
  • Muttermale, die Form, Farbe oder Größe verändern

Anhaltende Beschwerden

  • Husten oder Heiserkeit, die nicht vergehen
  • Schluckbeschwerden oder Druckgefühl
  • Verdauungsprobleme (anhaltende Verstopfung oder Durchfall)

Ungewöhnliche Blutungen

  • Blut im Stuhl, Urin oder Husten
  • Ungewöhnliche Blutungen nach den Wechseljahren
  • Wunden, die nicht heilen

Allgemeine Warnsignale

  • Unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Anhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Wiederkehrendes unerklärliches Fieber

Wichtig: Diese Symptome haben meist harmlose Ursachen. Doch je früher eine bösartige Veränderung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungs­aussichten. Zögern Sie nicht, Ihren Hausarzt anzusprechen.


Krebs und Pflegegrad: Welche Leistungen stehen Ihnen zu?

Eine Krebserkrankung kann die Selbstständigkeit im Alltag erheblich einschränken — sei es durch die Erkrankung selbst oder durch belastende Therapien wie Chemotherapie oder Bestrahlung. In diesem Fall können Sie bei Ihrer Pflegekasse einen Pflegegrad beantragen.

Entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern wie stark Ihre Fähigkeit zur Selbstversorgung beeinträchtigt ist. Bereits ab Pflegegrad 1 stehen Ihnen Leistungen zu:

  • Entlastungsbetrag: 131 €/Monat (§ 45b SGB XI)
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: 42 €/Monat (§ 40 SGB XI)
  • Wohnumfeldverbesserung: bis zu 4.180 € je Maßnahme
  • Pflegegeld (ab PG 2): 347–990 €/Monat
  • Verhinderungs- und Kurzzeitpflege (ab PG 2)
Beratung am Tisch mit Pflegekassen-Dokumenten

Häufige Fragen zur Krebsvorsorge

Pflegehilfsmittel kostenfrei nach Hause

Ob während einer Krebsbehandlung oder in der Nachsorge: Ab Pflegegrad 1 stehen Ihnen monatlich Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von 42 € zu. Wir stellen Ihre Pflegebox individuell zusammen, liefern bequem nach Hause und rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab — ohne eigene Kosten.

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