Ratgeber · Pflege-Wissen
IK-Nummer: Was Sie über das Institutionskennzeichen wissen sollten
Die IK-Nummer ist die zentrale Identifikationsnummer für alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen. Ob ambulanter Pflegedienst, Apotheke oder Pflegehilfsmittel-Anbieter – ohne Institutionskennzeichen ist keine Abrechnung mit den Kassen möglich. Wir erklären, wie die Nummer aufgebaut ist, wer sie braucht und was sie für Ihre Pflegehilfsmittel bedeutet.

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IK-Nummer auf einen Blick
9 Ziffern
Standardisierter Aufbau: Klassifikation, Region, Seriennummer und Prüfziffer – bundesweit eindeutig.
ARGE IK
Die Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen bei der DGUV vergibt und verwaltet alle IK-Nummern in Deutschland.
42 €/Monat
Pflegehilfsmittel-Anspruch für Pflegebedürftige – abgerechnet über die IK-Nummer des Anbieters (Stand 2025/2026).
Was ist eine IK-Nummer?
Die Abkürzung IK steht für Institutionskennzeichen. Dabei handelt es sich um eine neunstellige Nummer, die jeden Leistungserbringer im deutschen Gesundheitswesen bundesweit eindeutig identifiziert. Vergeben wird sie von der ARGE IK (Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen), die organisatorisch bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) angesiedelt ist.
Das Institutionskennzeichen erfüllt eine zentrale Funktion: Es ermöglicht die elektronische Abrechnung von Leistungen mit den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen. Ohne gültige IK-Nummer kann kein Leistungserbringer mit einer Kasse abrechnen – sie ist damit die technische Grundlage für den gesamten Datenaustausch im Gesundheitswesen.
Eingeführt wurde das System in den 1980er-Jahren, um die damals noch überwiegend papierbasierte Abrechnung zu digitalisieren. Heute ist die IK-Nummer Pflicht für jeden, der ambulante oder stationäre Leistungen gegenüber den gesetzlichen Kassen erbringt und abrechnet.
Warum ist die IK-Nummer so wichtig?
Die IK-Nummer ist weit mehr als eine reine Verwaltungsnummer. Sie bildet das Rückgrat der Abrechnungsinfrastruktur im deutschen Gesundheitswesen:
- Abrechnungsgrundlage: Ohne IK-Nummer keine Vergütung durch die Kassen – das gilt für jede einzelne erbrachte Leistung.
- Datenaustausch: Die Nummer ermöglicht den sicheren elektronischen Austausch zwischen Leistungserbringern, Kassen und Abrechnungsstellen.
- Transparenz: Durch die eindeutige Zuordnung wird nachvollziehbar, welche Einrichtung welche Leistungen erbracht hat.
- Qualitätssicherung: Die IK-Nummer erlaubt die systematische Auswertung von Leistungsdaten – eine wichtige Grundlage für Qualitätsprüfungen.

Wer braucht eine IK-Nummer?
Im Prinzip benötigt jede Einrichtung und jede Person, die Leistungen gegenüber den gesetzlichen Kranken- oder Pflegekassen abrechnet, ein eigenes Institutionskennzeichen. Die Bandbreite ist groß:
Arztpraxen & Kliniken
Niedergelassene Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und medizinische Versorgungszentren – sie alle benötigen eine IK-Nummer für die Kassenabrechnung.
Pflegedienste & Pflegeheime
Ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen rechnen über ihre IK-Nummer Pflegeleistungen mit den Pflegekassen ab.
Therapeuten
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Psychotherapeuten – ob in Einzel- oder Gemeinschaftspraxis.
Apotheken & Labore
Apotheken rechnen Medikamente und Hilfsmittel ab, medizinische Labore ihre Diagnostikleistungen – jeweils über die eigene IK-Nummer.
Reha-Einrichtungen
Rehabilitationskliniken und ambulante Reha-Zentren benötigen eine IK-Nummer für die Abrechnung mit Kranken- und Rentenversicherung.
Hilfsmittelanbieter
Anbieter von Hilfsmitteln und Pflegehilfsmitteln – etwa Pflegebox-Anbieter – brauchen eine IK-Nummer, um direkt mit der Pflegekasse abzurechnen.
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So ist die IK-Nummer aufgebaut
Jede IK-Nummer besteht aus exakt neun Ziffern. Die einzelnen Stellen haben eine feste Bedeutung und folgen einem bundesweit einheitlichen Schema:
| Stellen | Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 – 2 | Klassifikation | Art des Leistungserbringers (z. B. Krankenhaus, Pflegedienst, Hilfsmittellieferant) |
| 3 – 4 | Regionalkennung | Bundesland bzw. Region, in der die Einrichtung ihren Sitz hat |
| 5 – 8 | Seriennummer | Laufende Nummer innerhalb der Klassifikation und Region |
| 9 | Prüfziffer | Rechnerisch ermittelte Kontrollziffer zur Fehlererkennung |
Die Klassifikation an den ersten beiden Stellen verrät auf einen Blick, um welche Art von Einrichtung es sich handelt. So beginnen IK-Nummern von Krankenhäusern mit anderen Ziffern als die von ambulanten Pflegediensten oder Apotheken. Die Regionalkennung an den Stellen 3 und 4 ordnet die Einrichtung einem Bundesland zu.
Gut zu wissen: Eine IK-Nummer enthält ausschließlich Ziffern – keine Buchstaben. Sie ist für jeden Leistungserbringer einmalig und bleibt in der Regel dauerhaft bestehen, solange die Einrichtung aktiv ist.

IK-Nummer beantragen – so funktioniert es
Die Beantragung einer IK-Nummer ist unkompliziert und kostenfrei. Die ARGE IK stellt auf der Webseite der DGUV alle nötigen Formulare und Informationen bereit.
01
Antragsformular ausfüllen
Das Online-Formular der ARGE IK auf der DGUV-Website ausfüllen. Sie benötigen Angaben zur Einrichtung, zur Rechtsform und zur Art der erbrachten Leistungen.
02
Unterlagen zusammenstellen
Je nach Einrichtungstyp werden Nachweise benötigt – etwa Gewerbeanmeldung, Zulassung oder Versorgungsvertrag mit einer Krankenkasse.
03
Antrag einreichen
Den ausgefüllten Antrag samt Nachweisen an die ARGE IK übermitteln – online, per Post oder per E-Mail. Die Bearbeitung dauert in der Regel einige Wochen.
04
IK-Nummer erhalten
Nach erfolgreicher Prüfung wird die neunstellige IK-Nummer zugeteilt. Ab sofort kann die Einrichtung Leistungen elektronisch mit den Kassen abrechnen.
Tipp: Stellen Sie den Antrag frühzeitig – idealerweise bereits während der Gründungsphase Ihrer Einrichtung. Ohne IK-Nummer können Sie nach der Eröffnung keine Leistungen abrechnen, was zu Liquiditätsengpässen führen kann.
IK-Nummer suchen: So finden Sie die richtige Nummer
Es gibt keine zentrale öffentliche Datenbank, in der alle IK-Nummern frei einsehbar sind. Dennoch gibt es mehrere Wege, die IK-Nummer eines bestimmten Leistungserbringers herauszufinden:
- Direkte Nachfrage: Die einfachste Methode – fragen Sie den Leistungserbringer direkt. Die IK-Nummer steht häufig auf Rechnungen, Rezepten, Verordnungen oder der Website der Einrichtung.
- Krankenkasse kontaktieren: Ihre Kranken- oder Pflegekasse kann Ihnen die IK-Nummer eines zugelassenen Leistungserbringers in der Regel mitteilen.
- Register und Verzeichnisse: Einige Berufsregister und Klinikverzeichnisse führen die IK-Nummer mit auf.
Wichtig: Der unbefugte Gebrauch fremder IK-Nummern ist strafbar. Nutzen Sie eine IK-Nummer ausschließlich für den vorgesehenen Zweck der Leistungsabrechnung.
IK-Nummer und Pflegehilfsmittel: Warum das für Sie wichtig ist
Als pflegebedürftige Person oder pflegender Angehöriger begegnen Sie der IK-Nummer möglicherweise, ohne es zu wissen – sie steckt hinter jeder Abrechnung, die Ihr Pflegehilfsmittel-Anbieter mit Ihrer Pflegekasse durchführt.
Gemäß § 40 SGB XI haben Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad (1 bis 5) Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 42 € pro Monat. Dazu zählen Produkte wie Einmalhandschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen oder Schutzschürzen.
Damit die Abrechnung direkt mit der Pflegekasse funktioniert – also ohne Vorkasse für Sie –, muss der Anbieter über eine gültige IK-Nummer und einen entsprechenden Versorgungsvertrag verfügen. Achten Sie deshalb bei der Wahl Ihres Pflegehilfsmittel-Anbieters darauf, dass dieser eine eigene IK-Nummer besitzt.
42 € monatlich
So hoch ist der Anspruch auf Pflegeverbrauchshilfsmittel gemäß § 40 SGB XI. Die Kosten werden vollständig von der Pflegekasse übernommen (Stand 2025/2026).
Keine Vorkasse
Bei einem Anbieter mit gültiger IK-Nummer und Versorgungsvertrag rechnet dieser direkt mit Ihrer Pflegekasse ab. Sie zahlen nichts aus eigener Tasche.
Pflegegrad 1 – 5
Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel besteht ab Pflegegrad 1. Auch bei geringer Pflegebedürftigkeit können Sie die monatliche Pflegebox nutzen.
Häufige Fragen zur IK-Nummer
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Mit der Pflegebox nutzen Sie Ihren monatlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, ohne dass Sie selbst etwas bezahlen müssen. Wir stellen die Box individuell zusammen, liefern bequem nach Hause und rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab – selbstverständlich über unsere eigene IK-Nummer.


