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Ratgeber · Training im Alter

Beckenboden­training: Übungen für einen starken Beckenboden im Alter

Ein starker Beckenboden hält Blase, Darm und Gebärmutter an Ort und Stelle — und macht den Unterschied zwischen „ich muss aufs Klo“ und „ich schaffe es auch noch“. Fünf einfache Übungen, die Sie zu Hause und ohne Hilfsmittel machen können.

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Warum ein starker Beckenboden im Alter so wichtig ist

Inkontinenz vorbeugen

Der Beckenboden stützt Blase und Darm. Ein trainierter Muskel hält den Schließmuskel dicht — auch beim Husten, Niesen oder Lachen.

Organe stützen

Mit den Jahren lässt die Gewebespannung nach — Senkungsbeschwerden drohen. Regelmäßiges Training hält die Organe in ihrer Position.

Rücken entlasten

Der Beckenboden ist Teil der Rumpfmuskulatur. Ist er schwach, kompensiert der untere Rücken — und protestiert mit Schmerzen.

Den Beckenboden bewusst spüren

Bevor Sie mit dem Training starten, finden Sie den richtigen Muskel. Stellen Sie sich vor, Sie wollen den Urinstrahl anhalten oder einen Wind zurückhalten — genau diese Muskulatur ist gemeint. Wichtig: nicht mit Bauch, Po oder Oberschenkeln mitdrücken. Legen Sie zur Kontrolle eine Hand auf den Bauch; er soll ruhig bleiben.

Fünf effektive Übungen

1. Kegel-Übung

Die Klassikerin. Beckenboden 5–10 Sekunden anspannen, gleich lang entspannen. 10 Wiederholungen, 2–3 × täglich. Lässt sich im Sitzen, Stehen oder Liegen machen — an der Ampel, im Bus, beim Zähneputzen.

2. Brücke

Auf dem Rücken liegen, Knie angewinkelt, Füße flach. Beckenboden anspannen, Becken anheben, bis Oberkörper, Becken und Oberschenkel eine Linie bilden. 3–5 Sekunden halten, langsam senken. 10–15 Wiederholungen.

3. Modifizierte Kniebeuge

Hüftbreit stehen, Füße leicht nach außen. Beckenboden anspannen, langsam absenken (als würden Sie sich auf einen Stuhl setzen). Knie nicht über die Zehen schieben. 5–10 Wiederholungen. Bei Bedarf an einer Stuhllehne festhalten.

4. Bauchatmung

Eine Hand auf den Bauch, eine auf die Brust. Langsam durch die Nase einatmen, Bauch hebt sich. Beim Ausatmen Beckenboden sanft nach innen ziehen. 8–10 Atemzüge. Perfekt zum Entspannen vor dem Schlafengehen.

5. Schnelle Kegels

Die Variante für den „Notfall“: Beckenboden blitzschnell anspannen und sofort wieder loslassen. 10–15 × in Folge. Trainiert die Reflexkraft — wichtig bei Husten, Niesen oder Lachen.

Im Alltag einbauen

Beim Warten an der Supermarktkasse, beim Telefonieren, beim Fernsehen: Beckenboden anspannen, halten, loslassen. Niemand sieht es — und es wirkt.

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Vorsicht bei diesen Beschwerden

Holen Sie sich vor dem Start ärztlichen Rat, wenn eines dieser Themen bei Ihnen zutrifft:

  • Bestehende Gebärmutter- oder Blasensenkung
  • Akute Entzündungen im Unterleib
  • Frisch nach einer Operation im Beckenbereich
  • Chronische Rücken- oder Hüftschmerzen

Bei Unsicherheit hilft ein Physiotherapeut mit Beckenboden­schwerpunkt — die Krankenkasse übernimmt auf Rezept einen Großteil der Kosten.

Tipps für dauerhaften Erfolg

  • Regelmäßigkeit schlägt Intensität: 5 Minuten täglich bringen mehr als 30 Minuten einmal pro Woche
  • Ruhig weiteratmen: nie die Luft anhalten
  • Isoliert trainieren: nur Beckenboden, nicht Po oder Bauch mitanspannen
  • Trinken und Bewegen: ausreichend Flüssigkeit und Gehen halten den Darm in Schwung — Verstopfung belastet den Beckenboden
  • Geduld: erste Fortschritte nach 4–6 Wochen, deutliche Effekte nach 3 Monaten
  • Dranbleiben: nach dem Aufbau 2–3 × pro Woche zum Erhalt reicht

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Fazit

Ein starker Beckenboden ist im Alter kein Luxus, sondern ein entscheidender Baustein für Selbstständigkeit und Wohlbefinden. Fünf bis zehn Minuten Training am Tag reichen schon aus — und das Beste daran: Sie können fast überall üben, ohne dass es jemand merkt. Starten Sie heute, Ihr Körper dankt es Ihnen in einem halben Jahr doppelt.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Physiotherapeuten.

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