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Ratgeber · Gesundheit im Alter

Osteoporose im Alter: Untersuchung, Prävention & Therapie

Osteoporose — der leise „Knochenschwund“ — zeigt sich oft erst, wenn es bereits gekracht hat. Eine rechtzeitige Knochendichte­messung und ein paar kluge Gewohnheiten können das verhindern. Was Sie wissen sollten, bevor ein Sturz zum Oberschenkelhals­bruch wird.

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Was ist Osteoporose?

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung, bei der Knochen an Dichte und Festigkeit verlieren. Der Körper baut mehr Knochen ab, als er aufbaut — das Knochengerüst wird porös, instabil und bricht leichter. Besonders betroffen: Frauen nach den Wechseljahren (der sinkende Östrogenspiegel beschleunigt den Abbau) sowie Menschen ab 70. Die Weltgesundheits­organisation schätzt: In Deutschland leben über 6 Millionen Menschen mit Osteoporose — viele ohne es zu wissen.

Frühe Warnzeichen

Rückenschmerzen

Anhaltende Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule — oft erstes Zeichen für unbemerkte Wirbelkörper­brüche.

Kleiner werden

Über 4 cm Körpergrößen­verlust in wenigen Jahren — Hinweis auf eingebrochene Wirbelkörper.

Runder Rücken

Zunehmende Kyphose („Witwen­buckel“) und Brüche nach scheinbar harmlosen Stürzen.

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Die Deutsche Gesellschaft für Osteologie empfiehlt eine Knochendichtemessung für:

  • Frauen ab 60, Männer ab 70 als Routineuntersuchung
  • Menschen, die einen Knochenbruch ohne adäquaten Sturz erlitten haben
  • Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente (z. B. Kortison)
  • Frühe Menopause, Magersucht, Hormonstörungen
  • Bekannte Fälle von Osteoporose in der Familie

Diagnose-Werkzeuge im Überblick

DXA-Messung

Die Goldstandard-Methode: Eine schmerzfreie Röntgen­untersuchung an Lendenwirbelsäule und Oberschenkelhals in etwa 10 Minuten. Ergebnis ist der T-Wert, der mit einem jungen gesunden Erwachsenen vergleicht.

Blutuntersuchung

Prüft Calcium, Phosphat, Vitamin-D-Spiegel und ggf. Hormonwerte. Klärt auch sekundäre Ursachen wie Schilddrüsen­überfunktion oder chronische Entzündungen.

Röntgen

Zeigt bereits eingetretene Wirbelbrüche. Zur Früherkennung weniger geeignet — Osteoporose wird erst sichtbar, wenn 30 % der Knochenmasse verloren sind.

Risiko-Score (FRAX)

Berücksichtigt Alter, Geschlecht, BMI, Vorerkrankungen, Medikamente und Familien­geschichte. Schätzt das Bruchrisiko für die nächsten 10 Jahre.

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Prävention: die drei Säulen

1. Ernährung

  • Calcium (1 000 mg/Tag): Milchprodukte, Grünkohl, Brokkoli, calcium­reiches Mineralwasser
  • Vitamin D (800–1 000 IE): Sonne, fettiger Fisch — im Winter meist Supplement nötig
  • Protein: Fisch, Hülsenfrüchte, Eier — besonders wichtig ab 65
  • Weniger Salz, Softdrinks, Alkohol

2. Bewegung

  • Gewichts­tragende Übungen: Gehen, Wandern, Tanzen, Treppensteigen
  • Krafttraining mit leichten Hanteln oder Therabändern
  • Gleichgewichtstraining: Tai-Chi, Yoga — senkt Sturzrisiko
  • Mehr Tipps im Seniorensport-Ratgeber

3. Lebensstil

  • Nicht rauchen — Rauchen beschleunigt den Knochenabbau
  • Alkohol moderat halten
  • Tägliche Sonnen­minuten (15 min Hände/Gesicht im Sommer)
  • Regelmäßige Vorsorge beim Hausarzt

Stürze vermeiden — der wichtigste Schutz

Bei Osteoporose ist nicht die Krankheit selbst das Problem — sondern der Bruch, der auf einen Sturz folgt. So reduzieren Sie das Risiko zu Hause:

  • Stolperfallen entfernen (lose Teppiche, Kabel)
  • Haltegriffe in Bad und Flur — mehr im Ratgeber barrierefreies Wohnen
  • Gute Beleuchtung — besonders nachts zum Bad
  • Rutschfeste Schuhe, kein Laufen auf Strümpfen
  • Sehtest und Hörtest jährlich

Medikamentöse Therapie

Wenn Ernährung und Bewegung allein nicht reichen, kommen Medikamente zum Einsatz. Wichtigste Gruppen:

  • Bisphosphonate (z. B. Alendronat) — hemmen den Knochenabbau
  • Denosumab — Spritze alle 6 Monate, wirkt ähnlich
  • Teriparatid / Romosozumab — aktivieren den Knochenaufbau, bei schwerer Osteoporose
  • Hormonersatz — in bestimmten Fällen bei Frauen nach früher Menopause

Alle Präparate haben Nebenwirkungen und gehören in ärztliche Hand. Calcium und Vitamin D sind meist Pflicht­bestandteil jeder Therapie.

Wenn doch etwas bricht

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Fazit

Osteoporose ist keine unvermeidliche Alters­erscheinung. Wer rechtzeitig zur Knochendichte­messung geht, auf Calcium und Vitamin D achtet und regelmäßig in Bewegung bleibt, kann den Verlauf stark beeinflussen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Ihr persönliches Risiko — je früher Sie handeln, desto länger bleiben Ihre Knochen tragfähig.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung.

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