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Stromausfall und lebenswichtige Geräte: So schützen Sie sich und Ihre Angehörigen

Es gibt einige Gefahren, die mit Stromausfällen bei elektrischen Hilfsmitteln für pflegebedürftige Menschen verbunden sind.

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Ratgeber · Notfallvorsorge

Beatmungsgerät, Sauerstoffkonzentrator, Infusionspumpe — wenn der Strom ausfällt, zählt jede Minute. Wir zeigen Ihnen, welche Risiken bestehen, wie Sie wirksam vorsorgen und was im Notfall sofort zu tun ist.

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Stromausfall-Risiko auf einen Blick

5 Gerätetypen

Beatmung, Dialyse, Infusion, Mobilität und Kühlung — diese fünf Bereiche sind bei einem Stromausfall sofort gefährdet.

10–30 Min

So lange überbrückt eine typische USV-Anlage den Stromausfall — genug Zeit, um ein Notstrom­aggregat zu starten.

112

Die Notruf­nummer bei akuter Lebens­gefahr. Nennen Sie sofort, dass eine Person auf ein medizinisches Gerät angewiesen ist.

Warum Stromausfälle in der häuslichen Pflege besonders gefährlich sind

Für die meisten Haushalte bedeutet ein Stromausfall vor allem eins: Unannehmlichkeit. Kein Licht, kein Internet, kein warmes Essen. Für pflegebedürftige Menschen, die auf elektrische Hilfsmittel angewiesen sind, kann dieselbe Situation lebensbedrohlich werden.

Sauerstoffkonzentratoren, Beatmungsgeräte, Dialysemaschinen, Infusionspumpen und elektrische Rollstühle arbeiten rund um die Uhr — und sie alle brauchen Strom. Fällt die Versorgung aus, gibt es kein „das können wir morgen klären“. Innerhalb von Minuten können sich kritische Situationen entwickeln.

Atemnot und Sauerstoffmangel

Sauerstoffkonzentratoren und Beatmungsgeräte stellen die Luftversorgung sicher. Fällt der Strom aus, kann es innerhalb weniger Minuten zu kritischem Sauerstoffmangel kommen.

Dialyse und Infusionen

Dialysepatienten sind auf die regelmäßige Blutwäsche angewiesen. Infusionspumpen verabreichen lebenswichtige Medikamente in exakter Dosierung — beides funktioniert ohne Strom nicht.

Mobilität und Sturzgefahr

Elektrische Rollstühle, Treppenlifte und Pflegebetten hören schlagartig auf zu funktionieren. Die betroffene Person ist plötzlich immobil — mit erhöhtem Verletzungsrisiko.

Medikamentenkühlung und Kommunikation

Kühlpflichtige Medikamente wie Insulin verlieren ihre Wirkung. Gleichzeitig fallen Telefone und Hausnotrufsysteme aus — Hilfe rufen wird schwierig.

Neben den körperlichen Gefahren darf auch die psychische Belastung nicht unterschätzt werden: Die ständige Sorge, dass der Strom ausfallen könnte, bedeutet für Betroffene und ihre Familien zusätzlichen Stress — besonders in den Wintermonaten, wenn Netzausfälle häufiger vorkommen.

So bereiten Sie sich vor: Ihre Notfall-Checkliste

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich die meisten Risiken deutlich reduzieren. Gehen Sie diese Punkte Schritt für Schritt durch:

  • Notfallplan erstellen. Alle Geräte, Medikamente, Kontakte und Abläufe dokumentieren — und regelmäßig mit allen Beteiligten durchsprechen.
  • USV anschaffen. Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung überbrückt die kritischen ersten Minuten und gibt Zeit zum Handeln.
  • Notstromaggregat prüfen. Für längere Ausfälle ist ein Aggregat die sicherste Lösung — regelmäßig warten und Brennstoff vorrätig halten.
  • Alternativen besprechen. Tragbare Sauerstoffflaschen, manuelle Beatmungsbeutel oder Insulin-Kühltaschen — klären Sie mit Ihrem Arzt, was für Ihre Situation sinnvoll ist.
  • Batterien kontrollieren. Blutdruckmessgerät, Blutzuckermessgerät, Taschenlampen — alle batteriebetriebenen Geräte regelmäßig prüfen.
  • Kontaktdaten griffbereit. Ärzte, Notruf, Energieversorger, Nachbarn — alles an einem festen Platz, auch ohne Smartphone erreichbar.

Tipp: Viele Energieversorger bieten eine spezielle Registrierung für Haushalte mit lebenserhaltenden Geräten an. Registrierte Kunden werden bei geplanten Abschaltungen bevorzugt informiert und im Störungsfall priorisiert versorgt. Fragen Sie bei Ihrem Anbieter nach — die Anmeldung ist kostenlos.

Sofortmaßnahmen: Was tun, wenn der Strom ausfällt?

Trotz guter Vorbereitung kann ein Stromausfall überraschend kommen. Dann zählt schnelles, strukturiertes Handeln. Gehen Sie diese vier Schritte der Reihe nach durch:

01

Geräte sichern

Schließen Sie lebensnotwendige Geräte sofort an die USV oder das Notstromaggregat an. Prüfen Sie, ob alle Geräte ordnungsgemäß funktionieren und keine Fehlermeldungen anzeigen.

02

Notruf wählen

Bei akuter Gefahr sofort die 112 anrufen. Sagen Sie deutlich, dass eine pflegebedürftige Person auf ein medizinisches Gerät angewiesen ist, das ausgefallen ist.

03

Kühlkette sicherstellen

Kühlpflichtige Medikamente sofort in die vorbereitete Kühltasche mit Kühlakkus umlagern. Temperatur regelmäßig kontrollieren — bei Insulin z. B. unter 8 °C halten.

04

Umfeld einbinden

Informieren Sie Nachbarn und bitten Sie um Unterstützung. Nutzen Sie sichere Lichtquellen (Taschenlampen, keine Kerzen) und bewahren Sie Ruhe — Panik verschlechtert die Situation.

Pflegehilfsmittel als Teil der Notfallvorsorge

Auch wenn Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (§ 40 SGB XI) primär für den täglichen Pflegebedarf gedacht sind — sie gehören gleichzeitig zur Grundausstattung einer guten Notfallvorsorge. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz und Bettschutzeinlagen werden gerade in Stresssituationen besonders gebraucht.

Ab Pflegegrad 1 haben Sie Anspruch auf monatlich 42 € für Pflegehilfsmittel. Mit der Pflegebox nutzen Sie diesen Anspruch bequem: Wir stellen die Box individuell zusammen, liefern nach Hause und rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab — ohne Vorkasse, ohne Papierkram.

Zusätzlich steht Ihnen der Entlastungsbetrag von 131 € pro Monat (§ 45b SGB XI) zur Verfügung. Dieser kann für Alltagsbegleiter, Haushaltshilfen oder anerkannte Betreuungsangebote genutzt werden — auch eine sinnvolle Ergänzung zur Notfallvorsorge, weil regelmäßige Unterstützung im Alltag die Belastung insgesamt reduziert.

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Mit der Pflegebox nutzen Sie Ihren monatlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch — bequem nach Hause geliefert und direkt mit Ihrer Pflegekasse abgerechnet. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen gehören zur Grundausstattung für jede Pflegesituation.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Stromausfällen bei medizinischen Geräten

Wer zahlt die Kosten für eine Notstromversorgung?

Die Kosten für eine USV oder ein Notstromaggregat tragen Sie in der Regel selbst. In bestimmten Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine USV, wenn diese als medizinisches Hilfsmittel verordnet wird — etwa bei einem Heimbeatmungsgerät. Sprechen Sie Ihren Arzt gezielt darauf an und stellen Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag mit ärztlicher Verordnung.

Muss ich meinen Energieversorger über medizinische Geräte informieren?

Eine gesetzliche Meldepflicht gibt es nicht. Viele Energieversorger bieten jedoch eine freiwillige Registrierung für Haushalte mit lebenserhaltenden Geräten an. Registrierte Kunden werden bei geplanten Wartungsarbeiten bevorzugt informiert und bei Störungen priorisiert versorgt. Die Anmeldung ist kostenlos und empfehlenswert.

Wie lange überbrückt eine USV-Anlage den Stromausfall?

Eine typische USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) überbrückt je nach Modell und angeschlossener Last zwischen 10 und 30 Minuten. Diese Zeit reicht, um ein Notstromaggregat zu starten oder alternative Maßnahmen einzuleiten. Für längere Ausfälle ist ein Notstromaggregat mit ausreichend Brennstoff die sicherere Lösung. Achten Sie darauf, die USV regelmäßig zu testen und die Batterie alle 3–5 Jahre auszutauschen.

Was passiert mit kühlpflichtigen Medikamenten bei einem Stromausfall?

Kühlpflichtige Medikamente wie Insulin sollten sofort in eine vorbereitete Kühltasche mit Kühlakkus umgelagert werden. Prüfen Sie regelmäßig die Temperatur. Informieren Sie sich vorab bei Ihrem Arzt oder Apotheker, wie lange Ihre Medikamente ohne Kühlung wirksam bleiben. Insulin ist beispielsweise bei Raumtemperatur bis zu 28 Tage verwendbar — die genaue Dauer hängt vom Präparat ab.

Kann ich Pflegehilfsmittel für die Notfallvorsorge nutzen?

Die monatlichen 42 € für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (§ 40 SGB XI) sind für Produkte wie Einmalhandschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel und Bettschutzeinlagen gedacht — nicht für technische Notfallausrüstung wie USV-Anlagen. Diese Verbrauchshilfsmittel gehören aber zur Grundausstattung jeder Notfallvorsorge, da Hygiene auch in Ausnahmesituationen gewährleistet sein muss. Mit der Pflegebox erhalten Sie diese Produkte monatlich kostenfrei nach Hause.

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