Ratgeber · Pflegehilfsmittel
Pflegehilfsmittel zur Unterstützung bei Harninkontinenz
Wer einen Angehörigen mit Harninkontinenz zu Hause pflegt, kennt den täglichen Bedarf an Hygieneprodukten. Die gute Nachricht: Pflegehilfsmittel zum Verbrauch werden von der Pflegekasse mit bis zu 42 € monatlich bezuschusst — ganz ohne Rezept. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Produkte dazugehören, was nicht darunter fällt und wie Sie Ihre kostenlose Pflegebox bequem nach Hause geliefert bekommen.

- kostenlose Pflegebox mit Pflegegrad 1-5
- monatlich frei Haus geliefert
Pflegehilfsmittel bei Inkontinenz auf einen Blick
42 €/Monat
Zuschuss der Pflegekasse für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch — ohne Zuzahlung und ohne Rezept (§ 40 Abs. 2 SGB XI).
5 Produktgruppen
Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Händedesinfektion, Flächendesinfektion sowie Schutzschürzen und Mundschutz.
Pflegegrad 1–5
Anspruch besteht ab Pflegegrad 1, solange die Pflege zu Hause stattfindet — nicht in einer stationären Einrichtung.
Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind Einmalprodukte, die bei der häuslichen Pflege aus hygienischen Gründen regelmäßig benötigt und nicht wiederverwendet werden. Ihr Anspruch ist in § 40 Abs. 2 SGB XI geregelt — der gesetzlichen Grundlage für Pflegehilfsmittel in der Pflegeversicherung.
Die Pflegekasse übernimmt die Kosten bis zu einem Betrag von 42 € pro Monat, vollständig und ohne Eigenbeteiligung. Besonders bei der häuslichen Pflege von Personen mit Harninkontinenz werden diese Produkte täglich benötigt — vom Einmalhandschuh beim Wechsel der Inkontinenzversorgung bis zur Bettschutzeinlage für die Nacht.
Voraussetzungen
- Anerkannter Pflegegrad 1 – 5
- Pflege findet zu Hause statt (nicht in einer Einrichtung)
- Kein Rezept vom Arzt nötig
Leistungsumfang
- Monatlich bis zu 42 € zuzahlungsfrei
- Produkte werden direkt nach Hause geliefert
- Abrechnung übernimmt der Anbieter
Welche Produkte gehören dazu?
Diese fünf Produktgruppen können Sie als Pflegehilfsmittel zum Verbrauch über die Pflegekasse beziehen — einzeln oder als praktische Pflegebox zusammengestellt. Gerade bei der täglichen Inkontinenzversorgung sind sie unverzichtbar.
Saugende Bettschutzeinlagen
Einmal-Unterlagen schützen Matratzen, Stühle und Rollstühle vor Durchfeuchtung. Besonders bei nächtlicher Inkontinenz unverzichtbar — hygienisch und sofort einsatzbereit.
Einmalhandschuhe
Schützen pflegende Angehörige vor direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Bei jedem Wechsel von Inkontinenzprodukten oder bei der Intimpflege ein Muss für die Handhygiene.
Händedesinfektionsmittel
Beseitigt Keime und Bakterien nach dem Umgang mit Inkontinenzprodukten. Schnelle Handhygiene auch ohne Waschbecken — als Gel oder Flüssigkeit erhältlich.
Flächendesinfektionsmittel
Reinigt und desinfiziert Bettrahmen, Pflegebetten, Toilettensitze und andere Oberflächen, die mit Urin in Kontakt kommen. Verfügbar als Spray oder praktische Tücher.
Schutzschürzen & Mundschutz
Einweg-Schürzen schützen die Kleidung bei der Körperpflege und beim Wechseln von Inkontinenzprodukten. Mundschutz (medizinisch oder FFP2) ergänzt den Infektionsschutz.
Was gehört NICHT zu den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch?
Ein häufiges Missverständnis: Aufsaugende Inkontinenzprodukte wie Einlagen, Pants und Windeln für Erwachsene sind keine Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Sie fallen unter die Kategorie Hilfsmittel und werden von der Krankenkasse (nicht Pflegekasse) auf ärztliche Verordnung übernommen.

Hilfsmittel (via Rezept)
Diese Produkte werden von der Krankenkasse auf ärztliche Verordnung bezahlt:
- Inkontinenzeinlagen (Vorlagen, anatomische Einlagen)
- Inkontinenzhosen / Pants
- Inkontinenzwindeln für Erwachsene (Windelslips)
Pflegehilfsmittel (via Pflegekasse)
Diese Produkte erhalten Sie ohne Rezept direkt über die Pflegekasse — z. B. als Pflegebox:
- Saugende Bettschutzeinlagen (Einmal)
- Einmalhandschuhe
- Hände- und Flächendesinfektionsmittel
- Schutzschürzen und Mundschutz
Tipp: Bei Harninkontinenz benötigen Sie in der Regel beides — aufsaugende Inkontinenzprodukte (Rezept vom Arzt) und Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (Pflegebox über die Pflegekasse). Lesen Sie dazu unseren Überblick zu aufsaugenden Inkontinenzprodukten.
Ihre kostenlose Pflegebox bei Inkontinenz
Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz — alles, was Sie für die tägliche Inkontinenzversorgung brauchen, in einer Box. Monatlich geliefert, von der Pflegekasse bezahlt, bis zu 42 € zuzahlungsfrei. Wir übernehmen die komplette Abwicklung mit Ihrer Pflegekasse.
So bekommen Sie Ihre Pflegehilfsmittel
In nur drei Schritten zur monatlichen Versorgung — unkompliziert und ohne Bürokratie.
01
Pflegegrad vorhanden?
Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (1 – 5). Noch keinen Pflegegrad? Stellen Sie einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse — oft reichen bei Inkontinenz bereits leichte Einschränkungen für Pflegegrad 1.
02
Pflegebox auswählen
Stellen Sie Ihre individuelle Pflegebox zusammen — mit genau den Produkten, die Sie für die Inkontinenzversorgung zu Hause benötigen. Wir beantragen die Kostenübernahme bei Ihrer Pflegekasse.
03
Monatlich geliefert
Nach Genehmigung erhalten Sie Ihre Pflegebox jeden Monat frei Haus. Keine Zuzahlung, keine Laufzeit. Zusammensetzung und Lieferintervall können Sie jederzeit anpassen.
Ergänzende Inkontinenzprodukte
Neben den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch gibt es zahlreiche weitere Produkte, die Betroffene und pflegende Angehörige im Alltag unterstützen. Diese werden in der Regel auf ärztliche Verordnung von der Krankenkasse übernommen.
Aufsaugende Produkte
- Inkontinenzeinlagen für Männer und Frauen — diskret, für leichte bis mittlere Inkontinenz
- Inkontinenzhosen (Pants) — wie normale Unterwäsche zu tragen, ideal für mobile Betroffene
- Inkontinenzwindeln für Erwachsene — höchste Saugstärke, für schwere Inkontinenz und bettlägerige Personen
- Inkontinenzunterlagen für Matratzen — Schutz für Bett und Sitzmöbel (Einweg-Varianten auch in der Pflegebox)
Therapie & Vorbeugung
- Nicht-chirurgische Behandlungsmöglichkeiten — Medikamente, Pessare, Biofeedback
- Beckenbodenübungen für den Mann — gezieltes Training zur Stärkung der Blasenkontrolle
- Kompensierte Inkontinenz — wenn Hilfsmittel den Alltag vollständig auffangen
- Aufsaugende Inkontinenzprodukte im Überblick — umfassender Vergleich aller Produkttypen
Häufige Fragen zu Pflegehilfsmitteln bei Inkontinenz
Fazit: Pflegehilfsmittel und Inkontinenz — Ihre Ansprüche nutzen
Die häusliche Pflege bei Harninkontinenz erfordert täglich Hygieneprodukte, die ins Geld gehen können. Umso wichtiger ist es, den gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch zu kennen und zu nutzen. Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Schutzkleidung — all das steht Pflegebedürftigen mit Pflegegrad kostenlos zu.
Für den darüber hinausgehenden Bedarf an aufsaugenden Inkontinenzprodukten wie Einlagen, Pants oder Windeln wenden Sie sich an Ihren Arzt — diese werden auf Rezept von der Krankenkasse übernommen. In Kombination sorgen beide Leistungen dafür, dass die Inkontinenzversorgung zu Hause gelingt, ohne Ihr Budget zu belasten.
Pflegebox bestellen: Ihre Inkontinenz-Versorgung für zu Hause
Stellen Sie sich Ihre individuelle Pflegebox zusammen — mit Bettschutzeinlagen, Handschuhen, Desinfektionsmittel und mehr. Monatlich geliefert, bis zu 42 € von der Pflegekasse bezahlt. Ohne Zuzahlung, ohne Papierkram.

