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Ratgeber · Pflegende Angehörige

Entlastung für pflegende Angehörige: Hilfe in allen Bereichen der Pflege

Pflege ist Herzenssache — und ein 24/7-Job. Wer ständig da ist, braucht irgendwann selbst Unterstützung. Die gute Nachricht: Es gibt viele Angebote, die Sie entlasten. Hier ein Überblick über die wichtigsten Leistungen, Ansprüche und Wege zu mehr Luft im Alltag.

Entlastung für pflegende Angehörige
  • kostenlose Pflegebox mit Pflegegrad 1-5
  • monatlich frei Haus geliefert

Was Pflege wirklich kostet — jenseits des Geldes

Zeit

Pflege beansprucht oft den ganzen Tag. Eigene Hobbys, Freundschaften und Ruhepausen bleiben auf der Strecke.

Körper

Heben, Tragen, Umlagern — der Rücken protestiert, Schlaf wird knapp. Viele pflegende Angehörige werden selbst krank.

Seele

Sorge um den Angehörigen, Verlustängste, soziale Isolation. Emotionale Erschöpfung ist real — und kein Zeichen von Schwäche.

Welche Entlastung gibt es?

Ambulanter Pflegedienst

Grundpflege, Medikamentengabe, Wundversorgung — direkt bei Ihnen zu Hause. Die Pflegekasse übernimmt Sachleistungen je nach Pflegegrad.

Tagespflege

Tagsüber Betreuung, Beschäftigung und Gesellschaft in einer Einrichtung — abends wieder zu Hause. Perfekt, um eigenen Verpflichtungen nachzugehen oder zu arbeiten.

Kurzzeitpflege

Bis zu 8 Wochen stationär — ideal für Urlaub, eigene Reha oder nach einem Krankenhausaufenthalt des Pflegebedürftigen.

Verhinderungspflege

Bis zu 1 685 € pro Jahr, wenn die reguläre Pflegeperson vertreten werden muss — durch Pflegedienst, Freunde oder Familie.

Entlastungsbetrag

131 € monatlich für Haushaltshilfe, Betreuungsangebote, Einkaufshilfe. Ab Pflegegrad 1 nutzbar — nicht verfallen lassen!

Pflegehilfsmittel

Bis zu 42 € monatlich für Einmalhandschuhe, Desinfektion, Bettschutz und mehr — zuzahlungsfrei über die Pflegebox.

Ihre persönliche Pflegebox – monatlich und bequem nach Hause geliefert.

  • Kostenlos: Ab Pflegegrad 1 und häuslicher Pflege
  • Flexibel: Passen Sie Ihre Box jederzeit an Ihre Bedürfnisse an.
  • Einfach: Bestellen Sie bequem online und verwalten Sie Ihre Lieferungen im Kundenportal.
  • Sorglos: Alles, was Sie für Ihre Pflege benötigen, in einer Box.
  • Zuverlässig: Monatliche Lieferung direkt zu Ihnen nach Hause.
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Pflege und Beruf unter einen Hut bringen

Der Pflegefall kommt oft plötzlich — und trifft mitten ins Berufsleben. Diese Rechte sollten Sie kennen:

  • Kurzzeitige Arbeitsverhinderung: Bis zu 10 Arbeitstage pro Pflegefall bezahlt freigestellt
  • Pflegezeit: Bis zu 6 Monate vollständige oder teilweise Freistellung (unbezahlt)
  • Familienpflegezeit: Bis zu 24 Monate mit reduzierter Stundenzahl (mind. 15 h/Woche)
  • Zinsloses Darlehen zum Ausgleich des Gehaltsverlusts beantragen
  • Pflegeunterstützungsgeld: Lohnersatzleistung bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung

Warnsignale: bitte nicht ignorieren

Wenn Sie eines dieser Zeichen bei sich bemerken, ist es höchste Zeit für Entlastung:

  • Dauerhafte Erschöpfung, Schlafprobleme
  • Gereiztheit, Ungeduld gegenüber dem Pflegebedürftigen
  • Rückzug von Freunden und Familie
  • Körperliche Beschwerden (Rücken, Kopfschmerzen, Infekte)
  • Gefühl von Hoffnungslosigkeit oder Traurigkeit

Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, einer Pflegeberatung oder dem Pflegetelefon des Bundesfamilien­ministeriums (030 20 17 91 31).

Wissen & Austausch

Pflegeberatung

Kostenlose individuelle Beratung nach §7a SGB XI — bei der Pflegekasse, im Pflegestützpunkt oder zu Hause. Hilft bei Pflegegrad, Leistungen, Pflegeplan und Formularen.

Pflegekurse

Kostenlose Kurse nach §45 SGB XI: praktische Griffe, Lagerung, Rückenschutz, Umgang mit Demenz. Auch online verfügbar.

Selbsthilfegruppen

Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen wirkt oft besser als jeder Ratgeber. Vor Ort oder in Online-Foren — Sie sind nicht allein.

Kur für Angehörige

Pflegende Angehörige haben Anspruch auf eine Pflege-Kur — oft in Einrichtungen, in denen der Pflegebedürftige mitbetreut wird. Antrag bei der Krankenkasse.

Monatliche Entlastung per Post

Einmalhandschuhe, Desinfektion, Bettschutz und Schutzschürzen gehören zur Pflege dazu — und kosten schnell Geld. Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Kasse bis zu 42 € monatlich, zuzahlungsfrei und direkt nach Hause geliefert.

Fazit

Hilfe anzunehmen ist kein Eingeständnis von Schwäche — es ist die Grundlage dafür, dass die Pflege langfristig gelingt. Schöpfen Sie alle Leistungen aus, die Ihnen zustehen, nehmen Sie regelmäßig Auszeiten und kümmern Sie sich um Ihre eigene Gesundheit genauso ernsthaft wie um die Ihres Angehörigen. Nur so bleiben Sie auf Dauer handlungsfähig und da, wo Sie am meisten gebraucht werden.

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